Das Haus in der Nürnberger Straße 50-55 ist ein architektonisches Juwel im Herzen der Hauptstadt: Seine, für den Baustil der späten Zwanziger Jahre typische, Fassade erstrahlt allabendlich in besonderem Lichterglanz: in einem zarten Violett-Ton illuminiert, ist das Häuserensemble deshalb schon von Weitem erkennbar.
Aber auch ohne die auffällige Beleuchtung ist das Gebäude unverwechselbar. Mit 185 Metern besitzt es eine der längsten, auffälligsten und vielleicht auch eine der schönsten Fassaden Berlins. Sie macht das Bauwerk zu einem der wichtigsten Vertreter der “Neuen Sachlichkeit” in der Hauptstadt. Damit ist das Haus in einem Atemzug mit dem bekannten Shell-Haus am Berliner Landwehrkanal zu nennen.
Abgerundete Erker und Vorsprünge durchbrechen die horizontale Fassadengestaltung. Mit seiner ansonsten recht glattflächigen und schnörkellosen Gestaltung, steht es beispielhaft für den damaligen Zeitgeist und -geschmack. Deshalb steht das Gebäude heute unter Denkmalschutz.
In den Jahren 1928 bis 1931 wurde das Gebäude errichtet. Entworfen hat es das renommierte Architekten-Team Richard Bielenberg und Josef Moser. Die beiden zeichneten sich auch für das “Deutschland-Haus” und etliche Bank-, Wohn- und Geschäftshäuser in Berlin verantwortlich. Ihre charakteristischen Bauten haben bis heute maßgeblich zum Erscheinungsbild der Stadt beigetragen.
Beim heutigen ELLINGTON HOTEL BERLIN oder “Haus Nürnberg”, wie es bei seiner Eröffnung hieß, ließen sich Bielenberg und Moser von den wegweisenden Bauten des Berliner Architekten Erich Mendelsohn inspirieren, der mit seinen fast expressionistischen Entwürfen als ein Vorreiter der Streamline-Architektur gilt.
Nach beinahe 9 Jahren Leerstand, wurde das Haus in der Nürnberger Straße im Jahre 2007 in liebevoller Detailarbeit umgestaltet und zum Hotel umgewandelt. Besonders behutsam wurde dabei mit der weitgehend original erhaltenen Fassade umgegangen. Sie zieht sich über den Großteil des gesamten Straßenzuges und verleiht der Querstraße des beliebten Tauentziens ihr charakteristisches Erscheinungsbild. Die Wandflächen sind auf den über 150 Metern mit noblem Travertin verkleidet, was dem Gebäude etwas Vornehmes verleiht. Unterstützt wird dieser edle Eindruck durch die Messingrahmen der zahlreichen Fenster und Türen im Erdgeschoss, hinter denen sich elegante Geschäfte und auch das Restaurant DUKE befinden.
Auch im Inneren des Gebäudes findet man noch viele Ecken, die an den Charme der Goldenen Zwanziger erinnern: Bereits im Eingangsbereich wird man von den original erhaltenen Wandkacheln in Grün und Weiß empfangen. Die Treppengeländer und Handläufe aus Keramik und purem Messing, könnten sicher spannende Geschichten über die illustren Gäste des Hauses erzählen. Zusammen mit den Stuckornamenten an den Decken und den vergoldeten Schriftzügen an den Wänden, zeugen sie von der Geschichte des Hauses und seiner bewegten Vergangenheit.
So außergewöhnlich das Haus von außen erscheint, so einzigartig erwartet es seine Gäste im Inneren. So mancher staunt beim Betreten nicht schlecht über den Kontrast von Drinnen und Draußen. Trotz der Altehrwürdigkeit des Hauses, fehlt im Inneren von Schwülstigkeit, “Mief” und Altbackenheit jede Spur. Der Architektur angepasst und doch einzigartig, überzeugt das Hotelinnere durch reduziertes und modernes Design. Schnörkelfreie und zeitlose Eleganz, klare Linien und Helligkeit zeichnen die Raumgestaltung aus. Aber was sollen wir hier noch mehr beschreiben, wenn Sie sich doch bei uns vor Ort ein eigenes Bild machen können.